Dresdens Sportler/innen wurden geehrt

01.10.2018: Oberbürgermeister verleiht Sportpreis und Förderpreis auf Schloss Albrechtsberg  

Oberbürgermeister Dirk Hilbert überreichte Sonnabend, 29. September den Sportpreis und den Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden sowie Stipendien an aussichtsreiche Dresdner Sportler und Sportlerinnen für die Olympischen Spiele in Tokio 2020. In feierlichem Rahmen auf Schloss Albrechtsberg werden die erfolgreichen Dresdner Sportlerinnen und Sportler geehrt. Durch die Veranstaltung führt Sportmoderator René Kindermann. CoverMen - drei junge ambitionierte Musiker, zwei Violinen und ein Cello werden das Publikum klassisch modern musikalisch begeistern.
Das Statut zur Verleihung des Sport- und Förderpreises der Landeshauptstadt Dresden sieht die Vergabe eines Sportpreises und eines Förderpreises Nachwuchs für sportliche Spitzenleistungen vor. Außerdem vergeben wird ein Sportpreis und ein Förderpreis Nachwuchs für herausragende Leistungen im Behindertensport. Die Förderprämie beträgt 1 500 Euro je Rubrik. Nach den Olympischen Sommerspielen 2016 hatte Oberbürgermeister Dirk Hilbert zwei Stipendien an die Medaillengewinner Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein vergeben. Diese Möglichkeit der Unterstützung und Anerkennung von Hochleistungssportlern wurde nunmehr in der Sportförderrichtlinie aufgenommen und erweitert.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert: „Die Preisverleihung findet nicht mehr im Frühjahr zusammen mit der Gala des Dresdner Sports statt, sondern hat ihren eigenen Platz im herbstlichen Terminkalender erhalten. Analog zur Verleihung des Kunst- und Förderpreises, des Erlweinpreises für Architektur, des Lyrikpreises oder des Excellence Awards für wissenschaftliche Leistungen haben wir damit eine eigenständige Veranstaltung. Ich freue mich sehr, dass wir damit zugleich die Vergabe von Stipendien im Sport fest etablieren können. Wir wollen erfolgreichen Athletinnen und Athleten ermöglichen, ihre leistungssportliche Karriere in der Landeshauptstadt Dresden fortzuführen. Als Vorbilder und Repräsentanten sollen sie auch in Zukunft die Landeshauptstadt Dresden und ihren Dresdner Verein ehrenvoll bei nationalen und internationalen Wettkämpfen vertreten können.“

Eine Jury beschloss im Mai 2018 die Vergaben der Preise und der Stipendien wie folgt:

Sascha Klein und Marlene Bindig:

Sportpreis der Landeshauptstadt Dresden für sportliche Spitzenleistungen 2017:

Sascha Klein beendete 2017 seine erfolgreiche Karriere als Wasserspringer beim Dresdner SC 1898 e. V. Im Juli 2017 erreichte er bei der Weltmeisterschaft in Budapest Bronze im Turm-Synchronspringen. Bei der FINA Weltserie zuvor belegte er mit Patrick Hausding viermal Platz zwei. Gemeinsam mit seinem Partner gelang ihm neun Mal in Folge EM-Gold, 2013 der Weltmeistertitel.
Auch Turnerin Marlene Bindig vom Dresdner SC 1898 e. V. beendete ihre leistungssportliche Karriere. Sie verabschiedete sich elegant und ausdrucksstark bei den Deutschen Meisterschaften im Juni 2017 mit einer tollen Kür, die mit einer Silbermedaille belohnt wurde. 2015 hatte sie mit dem Meistertitel am Boden für Furore gesorgt.

Alexandra Arlt und Michèle Rütze:

Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden im Nachwuchssport:

Schwimmerin Alexandra Arlt vom Dresdner SC 1898 e. V. qualifizierte sich 2017 als erste Dresdnerin seit der Wende für eine Junioren-WM, mit der Freistil-Staffel. Außerdem durfte sie zum Auftakt in der Mixed-Staffel schwimmen. lm Vorlauf verbesserte sie ihre Bestzeit über 4 mal 100 Meter Freistil mit 55,94 Sekunden deutlich und sie schwamm die beste Zeit des deutschen Quartetts. Final schlug sie sogar mit 55,81 Sekunden an und war damit erneut die Beste im deutschen Team. Bei Deutschen Jahrgangsmeisterschaften erreichte sie zweimal Gold und einmal Bronze.
Flossenschwimmerin Michèle Rütze vom Tauchsportclub Dresden-Nord e. V. ist Junioren-Weltmeisterin. Sie tauchte über 50 Meter zu Gold. Damit schlug sie die Favoritin Ekaterina Mikailushkina aus Russland und krönte damit ihre bisherige Laufbahn. Seit 2015 gehört sie zur Jugend-Nationalmannschaft.

Da in der Kategorie „Förderpreis der Landeshauptstadt Dresden (Behindertensport) keine Vorschläge eingegangen sind, wurde dieser Preis in einen zweiten „Sportpreis der Landshauptstadt Dresden (Behindertensport) umgewidmet.

Steffen Zeibig und Alexander Schiffler:

Sportpreise der Landeshauptstadt Dresden für herausragende Leistungen im Behindertensport:

Dressurreiter Steffen Zeibig von der SG Versehrte Dresden e. V. hat 2017 bei der Europameisterschaft im schwedischen Göteborg zwei Medaillen nach Hause gebracht. Im Team trug er mit der besten Prüfung des Jahres maßgeblich zum Gewinn der Bronzemedaille bei. Für die Kür erhielt er mit seiner Stute Feel Good Silber. Bei den Deutschen Meisterschaften im Juni erkämpfte er Bronze. Von den Paralympics 2016 brachte er Silber und Bronze mit. Die WM 2018, die vor ein paar Tagen in den USA stattfand schloss er mit Bronze im Mannschaftswettbewerb ab.
Alexander Schiffler
zählt zu Deutschlands erfolgreichsten Sitzvolleyballern: WM-Silber 2002 sowie fünf EM-Medaillen und eine Bronzemedaille bei den Paralympics in London 2012. 2017 gelang dem Team bei den Deutschen Meisterschaften in Leverkusen auf Anhieb die Silbermedaille. Er hat die Sportart Sitzvolleyball in Dresden etabliert. 2015 gründete er die Sportgruppe beim Dresdner SC 1898 e. V. Schiffler organisierte am 15. und 16. September 2018 das erste Sitzvolleyballturnier in Dresden. Daran haben nahezu alle aktiven Sitzvolleyballmannschaften Deutschlands teilgenommen, darunter auch der Deutsche Meister aus Leverkusen, aber auch Mannschaften aus Prag und Polen.

Stipendien

Nachdem sich in den vergangenen zwei Jahren bereits Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein über ein Stipendium zur Vorbereitung für die Olympischen Spiele 2020 in Höhe von 1 000 Euro monatlich freuen konnten, wird diese Form der Sportförderung nun auf insgesamt neun Sportler ausgeweitet. Die Kanuten Benedikt Bachmann und Jakob Kurschat, Johanna Holfeld (Klettern) sowie die Wasserspringer Louisa Stawczynski, Tina Punzel und Martin Wolfram erhalten für den Zeitraum 1. Oktober 2018 bis 30. September 2020 ein Stipendium von monatlich 500 Euro. Tim Sebastian bekommt monatlich 750 Euro. Die Stipendien von Tom Liebscher und Steffi Kriegerstein werden für den gleichen Zeitraum eine Verlängerung. Die Landeshauptstadt Dresden ist mit der Vergabe dieser Sportstipendien Vorreiter in Deutschland.

Kanurennsportler Benedikt Bachmann vom WSV "Am Blauen Wunder" e. V. erreichte 2018 Bronze im K2 bei der U23-Weltmeisterschaft über 1000 Meter bei der U23-Weltmeisterschaft mit Jakob Kurschat und Bronze im K2 und K4 über 500 Meter bei der Deutschen Meisterschaft. 2017 gelang ihm Bronze bei der Junioren-WM, Gold bei der Junioren-EM und wurde U23-Weltmeister im K2 über 1000 Meter, sein bislang größter Erfolg.

Kanurennsportler Jakob Kurschat vom WSV "Am Blauen Wunder" erreichte 2018 Silber im K2 über 1000 Meter und Bronze im K4 über 500 Meter bei der Deutschen Meisterschaft sowie Bronze im K2 bei der U23-Weltmeisterschaft über 1000 Meter mit Benedikt Bachmann. Im Sommer 2017 gelang ihm bei der Junioren-Weltmeisterschaft Gold im K2 über 1000 Meter. Bei den Deutschen Meisterschaften sicherte er dreimal Gold. K1 über 1000 Meter und 5000 Meter und K4 über 1000 Meter.

Kanurennsportler Tom Liebscher vom KC Dresden e. V. erzielte 2018 den Titel bei der Hochschul-EM über 1000 Meter, Silber bei den Europameisterschaften im K4 über 500 Meter, wurde Weltmeister im K4 über 500 Meter, erreichte die Silbermedaille im K1 über 500 Meter bei der WM, fuhr einen Weltcup-Sieg im K4 über 500 Meter ein und Bronze im K1 über 1000 Meter. Bei den Deutschen Meisterschaften gab es ein Mal Gold, drei Mal Silber und einmal Bronze. 2017 gelang ihm bei der Weltmeisterschaft Gold im K1 über 1000 Meter und Gold im K4 über 500 Meter mit neuem Weltrekord. 2016 holte er bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro Gold im K4.

Kanurennsportlerin Steffi Kriegerstein vom KC Dresden e. V. erreichte 2018 Bronze bei der Europameisterschaft im K2 über 500 Meter. 2017 gelang ihr bei der Weltmeisterschaft im K4 erneut Silber, wie auch bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro. Seit 2009 bringt sie von allen internationalen Höhepunkten Edelmetall mit nach Hause.

Wasserspringerin Tina Punzel vom Dresdner SC 1898 e. V. wurde 2018 Europameisterin im Mixed -Synchronspringen vom Dreimeterbrett, holte sich die Bronzemedaille vom Brett und im Synchronspringen die Silbermedaille. Bei den Deutschen Meisterschaften errang sie zwei Mal Gold und einmal Silber. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften erzielte sie Gold im Mixed vom Turm.
Bei den Deutschen Meisterschaften 2017 erkämpfte sie sich zwei Mal Gold und einmal Silber. Bei der Europameisterschaft gelangen ihr zwei Medaillen: Bronze Mixed-Synchron und Silber im Synchronspringen. Mit Martin Wolfram sicherte sie sich beim Grand Prix den Sieg im Mixed-Synchron und erkämpfte sich Silber im Brett-Synchron.

Dem Wasserspringer Martin Wolfram vom Dresdner SC 1898 e. V. errang 2018 bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Rostock der Titel vom Einmeterbrett. 2017 kämpfte er sich nach einer Schulter-OP mühsam zurück. Beim Methodik-Pokal siegte er am Einmeterbrett. Beim Grand Prix gewann er gemeinsam mit Tina Punzel den MiXed-Synchron-Wettbewerb vom Dreimeterbrett.

Wasserspringerin Louisa Stawczynsky vom Dresdner SC 1898 e. V. holte 2018 bei den Deutschen Meisterschaften zweimal Gold, einmal Silber und einmal Bronze. Bei den Deutschen Hallenmeisterschaften erzielte sie Silber vom Turm. 2017 gelang ihr der internationale Durchbruch. Bei der Europameisterschaft bekam sie die Bronzemedaille im Wettkampf vom Einmeterbrett. In gleicher Disziplin ist sie Deutsche Meisterin. Bei der Universiade holte sie Bronze.

Klettersportlerin Johanna Holfeld trainiert beim Sächsischen Bergsteigerbund e. V. 2018 erkämpfte sie sich bei der ersten Deutschen Meisterschaft im Format „Olympic Combined“ die Silbermedaille. 2017 gewann sie Bronze bei der Junioren-Weltmeisterschaft im Bouldern. Außerdem wurde sie deutsche Vizemeisterin im Leadklettern. 2020 möchte sie nach Tokio, zu den Olympischen Spielen. Sportklettern gehört dann erstmals zu den olympischen Disziplinen.

Sportakrobat Tim Sebastian vom Dresdner SC 1898 e. V. gewann 2017 die World Games. Das ist der größte Erfolg in der Sportakrobatik. Zudem holte er EM-Bronze (wie auch schon 2015) und Silber beim Weltcup. Er war 39 Mal Deutscher Meister. Im Duo mit seinem Partner Michail Kraft ist er Aushängeschild des Deutschen Sportakrobatik-Bundes. Sie sind das erfolgreichste Team im Bundeskader.